Gnerlich Projekts


Ob Kabarett, Flüchtlingshilfe, Aufklärungsarbeit zum Thema ADHS oder die Entwicklung einer neuartigen Folie - Christian Gnerlich ist ein Multitalent mit Herz und Humor. Er erzählt, wie alles anfing, was momentan Sache ist und wohin die Reise gehen soll.

 

Von Nadine Dechant (Amberger Zeitung 29.09.17)

Das Kabarett steht am Anfang der langen Liste seiner Projekte. "Ich bin ein großer Fan von dem Liedermacher Hans Söllner", schwärmt Gnerlich. "Es hat mich schon immer fasziniert, wie er es schafft, die Leute zu verzaubern und dabei trotzdem die Dinge klar zum Ausdruck zu bringen." Wie sein Vorbild spricht der 23-Jährige bei seinen Auftritten sozialkritische Themen an. Diese verpackt er in eine ordentliche Portion Humor. "Es ist wichtig, neben dem Vermitteln von Inhalten auch zu unterhalten, da das Publikum sonst schnell abschaltet", erklärt der Student.

Als Kabarettist muss Gnerlich sehr offen sein und auf die Leute zugehen können. "Manchmal geh' ich auch weg - am Ende zum Beispiel", scherzt er. Seiner Meinung nach ist es nicht für jeden einfach, vor einem großen Publikum aufzutreten: "Wenn man auf der Bühne steht, braucht man ein krasses Ego. Man muss schon ein bisschen was von sich halten." Private Probleme blendet der Ebermannsdorfer bei seinen Auftritten aus: "Ich nehme dann eine Art Schutzhaltung ein."

Anfangs spielte Gnerlich noch vor einem kleinen Zuhörerkreis, mittlerweile werden die Events immer umfangreicher. Sein bislang größter Gig findet am Mittwoch, 4. Oktober, in München im Schlachthof statt. Er reiht sich damit in die lange Liste bekannter Kabarettisten ein, die regelmäßig in dieser Örtlichkeit ihr Programm zum Besten geben. "Man muss das in großem Stil anbieten und jede Gelegenheit wahrnehmen", meint der 23-Jährige. Deshalb schreckt er auch nicht vor einem Auftritt bei der Gesundheitsmesse am Sonntag im ACC zurück. Der Student engagiert sich an der OTH Amberg-Weiden sowohl in der Fachschaft Wirtschaftsingenieurwesen als auch im studentischen Konvent. Zudem hat er eine Zeit lang am Institut für Nachhaltigkeit gearbeitet. Diese Tätigkeiten boten für ihn die besten Voraussetzungen, um die studentische Hilfsinitiative Flüchtlinge@OTH aufzubauen. Mit ihr versucht er, die Integration von Migranten zu fördern.

Projekt prämiert

 

Die Initiative unterscheidet sich wenig von der konventionellen Flüchtlingshilfe. "Warum das Rad neu erfinden?", meint Gnerlich. Studenten begleiten beispielsweise Migranten bei Behördengängen oder organisieren Spieleabende zum gegenseitigen Kennenlernen. 2016 vergab die OTH ihren Preis für Ethik und Nachhaltigkeit, der mit 2000 Euro dotiert war, an das Projekt.

Bei Start-up mit dabei

 

Neben dem sozialen Bereich ist der 23-Jährige auch in der freien Wirtschaft aktiv. Seit einem Jahr ist er Teil eines Regensburger Start-up-Unternehmens. Zusammen mit zwei ehemaligen OTH-Studenten möchte er Innovationen zum Thema Smart-Home schaffen. "Die Entwicklung von einem Gerät stellt viele Hürden dar", bedauert Gnerlich und spielt damit auf die hohen Investitionskosten für die Produktion eines Prototyps an. Zudem sei die Konkurrenz sehr stark. "Große Firmen können sowas über Nacht produzieren."

Seinen ersten Produktvorschlag stellte Gnerlich beim Nürnberger Ideen-Wettbewerb "Krankenhaus der Zukunft" vor. Es handelt sich dabei um das Konzept einer neuartigen Folie, die problemlos auf glatte Oberflächen aufgeklebt werden kann, sich bis zu einem gewissen Grad selbst reinigt und bei einer erhöhten Bakterienbelastung einen zusätzlichen Reinigungsbedarf anzeigt.

 

 

Fachwelt applaudiert

Mit der innovativen Technik, die hinter dem Ganzen steckt, konnte der 23-Jährige überzeugen und erreichte den ersten Platz für die beste Idee im Bereich antibakterielle Oberflächen. Auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht hatte ihn ein Professor für Medizintechnik an der OTH. "Es war eine Glückssache, dass die Idee prämiert wurde", meint der Student und gibt sich bescheiden. Die Folie hat er auch schon beim Amberger Wirtschafts-Kongress und beim Smart-Home-Kongress in Würzburg vorgestellt.

 

 

Ermutigung zu Kreativität

Kreativen Köpfen, die gerne selbst ein Start-up gründen wollen, sich aber nicht trauen, gibt Gnerlich den Tipp: "Einfach machen! Woran soll es scheitern? Im schlimmsten Fall geht ein bisschen Lebenszeit drauf." Außerdem rät er dazu, sich fachkundige Hilfe zu holen. In Amberg sei das etwas schwierig. Konkret empfiehlt er das Regensburger Unternehmen Techbase, auf das er selbst schon einmal zurückgegriffen habe und das Jungunternehmern mit Rat und Tat zur Seite stehe.

Sein jüngstes Projekt, das er zusammen mit dem erst 16-jährigen Tim Hemzal ins Leben gerufen hat, ist die Initiative "Out of the Box". Diese setzt sich für die Inklusion von Kindern mit ADHS und anderen Verhaltensauffälligkeiten an Schulen ein. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf alternativen Behandlungsmöglichkeiten ohne Tabletten. "Wir versuchen, vor allem die Kreativität der Kinder zu nutzen und sie so zum Lernen zu motivieren - sie sollen aus der Box heraus denken."

Motivation statt Stress

Das vielseitige Engagement neben dem Studium kostet Zeit und Kraft. Trotzdem ist Gnerlich hoch motiviert. "Für mich ist das gar keine Arbeit", beteuert der 23-Jährige, der seit zwei Jahren an gefühlt keinem Wochenende so richtig frei hatte. "Ich mach' das alles unheimlich gerne." Außerdem sei es wichtig, sich durch verschiedene Tätigkeiten ein Netzwerk aufzubauen und Kontakte zu knüpfen. Lediglich in der Prüfungszeit schraubt der Student seine Aktivitäten zugunsten des Lernerfolgs etwas zurück.

Und wie sieht die Zukunft nach dem Studium aus? "Mein Ziel wäre es, Studium und Kabarett zu verbinden", wünscht sich Gnerlich. "Gerne würde ich den Leuten das, was ich gelernt habe, auf unterhaltsame Weise nahebringen." Wohin der Weg ihn auch führen wird, ein Leben ohne Bühne kommt für den leidenschaftlichen Entertainer nicht in Frage.

Man muss schon ein bisschen was von sich halten.Christian Gnerlich



 

Für mich ist das gar keine Arbeit, (...) ich mach' das alles unheimlich gerne.Christian Gnerlich

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